Die Tankstellenpreise in Deutschland – wie unterscheiden sich die Tankstellen voneinander?

Finden Sie hier den günstigsten Benzinpreis in Ihrer Umgebung!

Die Tankstellenpreise sind in der Regel ausschlaggebend dafür, ob eine Tankstelle angesteuert wird oder nicht.

Die Tankstellenpreise sind in der Regel ausschlaggebend dafür, ob eine Tankstelle angesteuert wird oder nicht.

Auf der Suche nach dem günstigsten Sprit wollen viele Autofahrer die beste Tankstelle in ihrer Stadt finden. Entscheidendes Kriterium sind in der Regel die Tankstellenpreise.

Doch wie finden Sie die billigste Tankstelle in Ihrer Nähe? Und macht es einen Unterschied, ob Sie an einer Markentankstelle tanken oder eine freie Tankstelle wählen? Wir machen für Sie den Tankstellenvergleich!

Wie es um die Tankstellen bestellt ist

Wer mit einem motorisierten Fahrzeug unterwegs ist, muss seinen fahrbaren Untersatz regelmäßig mit Kraftstoff auffüllen, um nicht irgendwo liegenzubleiben und auf den Abschleppdienst zu warten. Zu diesem Zweck bieten Tankstellen Treibstoffe wie Diesel, Benzin und manchmal auch alternative Kraftstoffe wie Autogas, Strom oder Wasserstoff an. Je nach Tankgröße, Abnahmemenge und Art der Energie variieren auch die Preise, was sich mitunter deutlich im Geldbeutel niederschlägt.

Den Daten des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs Deutschlands (ADAC), der sich auf den Energie-Informationsdienst (EID) bezieht, konnte 2015 nicht nur mit dem Auto an 14.209 Tankstellen im Land getankt werden. Betrachtet man die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten näher, zeichnet sich ein Trend deutlich ab: Die Anzahl der Tanken wird immer weniger. Während es um die Jahrtausendwende noch knapp mehr als 16.000 Tankstellen gab, sank die Zahl im Vergleich zu 2015 um knapp 2000 Stück. Immer mehr Tankwarte gaben Ihren Job auf und die Zapfsäulen wurden geschlossen.

JahrAnzahl der Tankstellen in Deutschland
200016.061
200115.981
200215.722
200315.623
200415.405
200515.070
200614.811
200714.659
200814.527
200914.447
201014.410
201114.367
201214.373
201314.328
201414.272
201514.209

Quelle: ADAC

Nicht alle Tankstellen sind dabei nach dem gleichen Konzept gestaltet, existieren doch unterschiedliche Tankstellenarten. Ist Ihnen das auf der Suche nach Tankstellen in der Nähe auch schon mal aufgefallen? Welche es gibt und worin sie sich unterscheiden, erläutern wir im Folgenden.

Markentankstellen

Bei Markentankstellen handelt es sich um einzelne Filialen bestimmter großer Anbieter, die noch weitere Zweigstellen unter dem gleichen Label anbieten. Hinter ihnen stehen in der Regel weltweit operierende Ölkonzerne wie Shell, Total, ExxonMobil und BP, die nicht zwingend unter ihrem eigenen Namen auftreten.

Während die BP-Tankstellen in Deutschland Aral heißen, steckt hinter dem Label Jet der Öl- und Gas-verarbeitende Energieriese Phillips 66. Die Esso-Tankstellen hingegen werden von der Exxon Mobil Corporation betrieben. Da diese fünf den deutschen Tankstellenmarkt weitgehend abdecken, werden sie als A- oder Farbengesellschaften bzw. „Big Five“ bezeichnet.

Abgesehen von den Big Playern betreiben auch viele mittelständische Unternehmen Markentankstellen. Sie sind auch unter dem Begriff B-Farben bekannt. Zu den bundesweit bekanntesten Vertretern gehören:

  • Westfalen
  • Ruedi Rüssel
  • Turmöl

Im UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralunternehmen e. V. bzw. der Avia International haben sie sich zusammengeschlossen, um die Interessen ihrer Mitglieder – auch im internationalen Bereich – gebündelt zu vertreten.

Als GO-Tankstelle tritt in Deutschland die Hanseatic Petrol Vertriebs GmbH (HPV) auf. Sie bieten Benzin bundesweit zu relativ niedrigen Preisen an.

Freie Tankstellen

Die Tankstellen in Deutschland werden unterschieden in Markentankstellen und freie Tankstellen.

Die Tankstellen in Deutschland werden unterschieden in Markentankstellen und freie Tankstellen.

Anbieter von Super, Diesel, E10, Strom und Autogas, die selbstständig sind und nicht unter der Flagge eines größeren Mineralölkonzerns oder eines mittelständischen Unternehmen arbeiten, werden freie oder weiße Tankstellen genannt.

Der Tankstellenbetreiber selbst kauft Kraft-, Öl- und Schmierstoffe bei den Großhändlern ein und vertreibt sie anschließend auf eigene Kappe.

Den Tankstellenvergleich müssen sie nicht fürchten, entspricht die Kraftstoffqualität – dank gesetzlicher Vorgaben (DIN EN 228) – doch mindestens der, der Markentankstellen.

Für den Verbraucher ist die Abgrenzung der beiden Tankstellenarten voneinander häufig schwierig, da oftmals nicht ganz klar wird, ob es sich um eine mittelständische Markentankstelle oder eine freie Tankstelle handelt. Denn: Häufig stellt sich nach etwas Recherche heraus, dass die großen Konzerne doch ihre Finger im Spiel haben.

Die Lobbyvereinigung der freien Tankstellen nennt sich BFT – Bundesverband Freier Tankstellen und unabhängiger deutscher Mineralölhändler e. V. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt so zu beeinflussen, dass sie nicht zugunsten der mächtigen Konkurrenten kippt. Im Verein haben sich ca. 501 Mitglieder als bft-Tankstellen zusammengeschlossen.

Welche Tankstellen gibt es in Deutschland am häufigsten?

In der Bundesrepublik rangieren die Markentankstellen auf den obersten Plätzen. Ganz oben auf dem Treppchen nahm laut ADAC-Angaben 2015 die Marke Aral Platz. Mit 2377 Dependancen hatte die Aral AG, ein zum BP-Konzern gehörendes Unternehmen, die Nase vorn.

Der Name „Aral“ setzt sich übrigens aus den Begriffen „Aromaten“ und „Aliphaten“ zusammen. Zurückzuführen sind diese Begriffe auf die chemischen Bezeichnungen für ein am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickeltes Benzol-Benzin-Gemisch.

Auf Platz zwei schaffte es das Mineralölunternehmen Shell. Im Tankstellenvergleich betrieb die Royal Dutch Shell im Jahr 2015 1985 Filialen. Nach Walmart und der Sinopec Group erwirtschaftete das Unternehmen in diesem Jahr am meisten Umsatz. Auf Platz 3 im Tankstellenvergleich folgen Total mit 1009 Tankstellen, Esso mit 1005 Filialen, Avia mit 837 Geschäftsstellen und Jet mit 792 Zweigstellen.

Flüssiggas tanken

Tankstellen in der Nähe bieten häufig auch alternative Kraftstoffe an.

Tankstellen in der Nähe bieten häufig auch alternative Kraftstoffe an.

Zunehmend rüsten Verbraucher ihre Fahrzeuge auf alternative Kraftstoffe um. Daran sind nicht nur die Tankstellenpreise Schuld, sondern auch ein zunehmendes Umweltbewusstsein. Entsprechend häufiger sind Strom- und auch Autogas-Tankstellen in Deutschland zu finden.

Wenn man die Entwicklung der LPG-Tankstellen (Liquefied Petroleum Gas) betrachtet, fällt auf: Sie wurden in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich mehr. Im Jahr 2014 betrug ihre Anzahl stolze 6.800 Stück. Sie hat sich damit im Vergleich zu 2007 mehr als verdoppelt. Nichtsdestotrotz stellen Elektro- und Flüssiggasfahrzeuge noch immer Nischen im Automarkt dar.

JahrAnzahl der LPG-Tankstellen
2004600
20051.000
20062.300
20073.200
20084.400
20095.500
20106.050
20116.200
20126.500
20136.700
20146.800

Quelle: Deutscher Verband für Flüssiggas e. V. (DVFG)

Auf der Tankstellensuche – wo sind die Tankstellenpreise am niedrigsten?

Sie wollen tanken und das möglichst billig? Dann lohnt sich der Tankstellenvergleich, denn so können Sie mitunter erheblich sparen. Die Tankstellenpreise für Sprit variieren enorm. Dies liegt nicht nur daran, zu welcher Uhrzeit Sie an der Zapfsäule stehen, sondern auch der Marktmacht des jeweiligen Anbieters.

Entscheidend ist beispielsweise die Lage der Tankstelle. Während in einer Großstadt das Tankstellennetz relativ dicht ist, sich also auf geringem Raum viele Tankstellen finden und Verbraucher die Qual der Wahl haben, kämpfen weiter weg gelegene Tankstellenbetreiber in der Regel mit höheren Kosten für Transport und Lagerung, wodurch häufig höhere Kosten entstehen. Diese werden auf den Benzinpreis umgelegt.

Günstige Tankstellen finden Sie in der Regel dort, wo viele verschiedene Anbieter um die Gunst der Autofahrer kämpfen. Durch den hohen Wettbewerbsdruck und die große Absatzmenge liegen die Tankstellenpreise im Schnitt sehr viel niedriger als im Umland.

In diesem Zusammenhang wird häufig von einem Preistrichter gesprochen, der sich aus der Konkurrenzsituation ergibt. Je dichter das Netz, desto stärker versuchen sich die Wettbewerber zu unterbieten, um noch mehr Kunden an ihre Tankstelle zu locken und damit einen größeren Absatz zu generieren. Beginnt also ein Tankstellenbetreiber seine Tankstellenpreise zu senken, ziehen die umliegenden nach. Schließlich wollen sie nicht abgehängt werden. So entsteht ein auf die Region begrenzter Domino-Effekt, der äußerst erfreulich für die Verbraucher ist, jedoch nicht sehr lange anhält.

Die durch den Preistrichter entstehenden Niedrigpreise halten sich häufig nicht sehr lang, da die Tankstellenbetreiber nur in begrenztem Maße an den Tankstellenpreisen schrauben können, müssen sie doch langfristig wirtschaftlich arbeiten, um nicht Konkurs zu gehen. Es lohnt sich deshalb immer die Tankstellenpreise einem Vergleich zu unterziehen, um günstig zu tanken.

Billiger tanken an Markentankstellen oder freien Tankstellen?

Je höher die Tankstellenpreise steigen, desto eher fragen sich die Autofahrer, wie sie am ehesten beim Tanken sparen können. Ob die Preise an freien Tankstellen maßgeblich von denen der Markenbetreiber abweichen, wird dabei häufig diskutiert.

Fest steht, dass die Kosten für Benzin und Diesel gerade in den Nachtstunden erheblich steigen, da viele freie Tankstellen nur tagsüber geöffnet haben. Dieser Umstand kommt den Markentankstellen zugute, die häufig rund um die Uhr offen sind. Da sie damit mehr oder weniger die einzigen Anbieter in der Umgebung sind, können sie ihre Marktmacht nutzen und die Tankstellenpreise anziehen.

Tagsüber sieht die Situation anders aus. Verbraucher können dann an freien Tankstellen oftmals einige Cent günstiger tanken. Begründet liegt dies u. a. an der Abwesenheit von Zwischenhändlern und ihrer Unabhängigkeit. Nichtsdestotrotz beeinflusst vorwiegend die Konkurrenzsituation vor Ort, welche Tankstellenpreise aufgerufen werden.

Der Tankstellenvergleich lohnt sich. Sie sparen durch ein paar Minuten Recherche bares Geld.

Der Tankstellenvergleich lohnt sich. Sie sparen durch ein paar Minuten Recherche bares Geld.

An den Tankstellen variieren die Preise im Tagesverlauf. Darüber hinaus gibt es auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Markentankstellen. Das hat der ADAC in einer Untersuchung herausgefunden.

Gerade abends können Verbraucher durch die geschickte Auswahl niedrige Tankstellenpreise finden.

Grundsätzlich ist das Tanken zwischen 18 und 20 Uhr am billigsten. Danach ziehen Aral und Shell schnell wieder ihre Preise an. Zwei Stunden später folgt Total und wiederum noch eine Stunde länger tanken die Abnehmer von Kraftstoff bei Jet billig. Hier wird der niedrige Preis am längsten gehalten.

Welche Tankstelle welche Preise aufruft, hängt auch vom Tag-Nacht-Zyklus ab. Hier zeigen sich erhebliche Unterschiede bei den Markentankstellen. Die Volatilität ist bei Shell am höchsten. Hier ermittelte der ADAC im Jahr 2015 Differenzen von knapp 15 Cent. Das Unternehmen nimmt damit die absolute Spitzenposition ein. Es folgte Esso mit ca. 13 Cent Unterschied und Jet mit ca. 9 Cent pro Liter.

Und bei welchem Anbieter sind Benzin und Diesel im Durchschnitt am teuersten? Auch hier liegen die Shell-Tankstellen wieder ganz vorne unter den Markenanbietern. Hier kostet der Treibstoff aufs Mittel gerechnet etwa fünf Cent mehr als bei den Jet-Tankstellen. Aral stellte sich als nur wenig günstiger als der Spitzenreiter heraus.

Markenhersteller versetzen ihre Treibstoffe häufig mit sogenannten Additiven, die zahlreiche Zusatznutzen wie einen geringeren Kraftstoffverbrauch oder eine bessere Motorleistung versprechen. Aufgrund dieses Mehrwerts verlangen sie höhere Tankstellenpreise. Ob sie wirklich sinnvoll sind, darüber streiten sich die Experten. Während einige ihre Wirksamkeit bestätigen, halten andere sie für eher unnütz. Nichtsdestotrotz greifen viele Verbraucher auf Additive zurück, um ihr Fahrzeug so gut wie möglich zu schonen.

Die Markttransparenzstelle – die günstigste Tankstelle finden

Um die Verbraucher vor zu hohen Preisen zu schützen und eine informierte Entscheidung zu ermöglichen, wurde 2013 die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) geschaffen. Seit September desselben Jahres sind die Tankstellenbetreiber dazu verpflichtet, ihre Tankstellenpreise bei Anpassungen unverzüglich zu melden.

Diese Informationen werden dann via bestimmter Apps fürs Smartphone, anderer Verbraucherinformationsdienste bzw. Navigationsgeräten an die Auto-, Motorrad- oder Lkw-Fahrer weitergegeben, die sich auf Basis dieser Daten für die billigsten Tankstellenpreise entscheiden können. Der Marktmacht bestimmter Tankstellen wird so vorgebeugt.

Bisher sind die Tankstellen nur zur Meldung der gängigsten Kraftstoffe wie Super E5, Super E10 und Diesel verpflichtet. Wer auf Autogas, Strom oder Wasserstoff angewiesen ist, hat noch das Nachsehen.

Wie Sie die günstigste Tankstelle ausmachen

Sie tanken billiger mit Hilfe eines spritsparenden Fahrverhaltens. Durch den geringen Verbrauch reduzieren sich Ihre Gesamtausgaben.

Sie tanken billig mit Hilfe eines spritsparenden Fahrverhaltens. Durch den geringen Verbrauch reduzieren sich Ihre Gesamtausgaben.

Unser Tankstellenfinder zeigt, an welcher Tankstelle Sie zum Zeitpunkt der Abfrage am billigsten von der Zapfsäule wegkommen. Geben Sie hierzu nur Ihre Postleitzahl (PLZ) bzw. Ihren Ort und die gewünschte Spritart an und wir informieren Sie ganz einfach und unkompliziert, an welcher Tankstelle die günstigsten Tankstellenpreise zu finden sind.

Sie erfahren ebenfalls, wo sich der jeweilige Anbieter konkret befindet und wann die Kosten das letzte Mal angepasst wurden. Nie war Geldsparen so einfach.

Spritsparen durch den „richtigen“ Fahrstil

Sie ärgern sich regelmäßig über die hohen Beträge, die Sie an der Tankstelle bezahlen? Dann können Sie abgesehen vom Preis auch an Ihrem Fahrverhalten arbeiten. Das wirkt sich ganz erheblich auf den Spritverbrauch aus. So hilft beim Spritsparen zum Beispiel, das Auto vor dem Starten nicht warmlaufen zu lassen. Darüber hinaus sollten auch Kurzstreckenfahrten vermieden werden.

Mit dem Tank kommen Sie ebenfalls länger hin, wenn Sie schnell in einen hohen Gang schalten und dann möglichst gleichmäßig und vor allem vorausschauend fahren. Auf diese Weise geht relativ wenig Energie durch das Bremsen bzw. Beschleunigen verloren. Stehen Sie an einer roten Ampel oder im Stau, dann lohnt es sich den Zündschlüssel zu drehen und den Motor außer Betrieb zu nehmen. Was nützt es schließlich pures Geld in die Luft zu blasen?

Und auch mit den richtigen Reifen und dem entsprechenden Druck messen Sie den Tankstellenpreisen eine ganz andere Bedeutung zu. Denn: je geringer der Reifendruck, desto höher der Rollwiderstand, welcher durch vermehrten Treibstoffverbrauch kompensiert werden muss. Eine regelmäßige Reifenkontrolle kann daher den Kraftstoffverbrauch um etwa fünf Prozent senken und das merken Sie schnell in Ihrem Portemonnaie.

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